Poo! Puh …

Als ich lese, mit dem Wasser, in dem man Quinoa abgespült habe, könne man sich anschließend die Haare waschen, probiere ich das bei nächster Gelegenheit kurzerhand aus und tatsächlich: das klappt wunderbar!
Das eigentliche Thema des Artikels war allerdings der Preisanstieg, zu dem die große Popularität des Kornes mittlerweile geführt hat, und der die Menschen, die es ursprünglich als Grundnahrungsmittel angebaut haben, zwingt, auf erschwinglichere Lebensmittel auszuweichen.
Das scheint mir nicht Sinn der Sache zu sein, weswegen ich zukünftig auf Quinoa verzichten möchte.

Aber meine Neugierde ist geweckt und ich halte Ausschau nach weiteren Alternativen zu gekauftem Shampoo. Et voilà! Auch mit Kastanien kann man sich die Haare waschen! Das passt ja prima …
Meine Haare bekommen zwar einen schönen, rotbraunen Glanz, werden nach ein paar Wäschen aber irgendwie … klebrig. Hier steckt der Teufel im Detail: Aus Rosskastanien kann man Shampoo machen – mit Edelkastanien funktioniert es nicht, da verkleistert einem eher die Stärke die Haare.
Wäsche waschen kann man mit Rosskastanien ebenfalls. Wir waschen unsere mit Efeu … Ob man sich mit dem dann wohl auch die Haare waschen kann?
Ich probiere auch das aus.

Zunächst bin ich mit dem Ergebnis denn auch sehr zufrieden. Einige Wäschen später sehen meine Haare zwar okay aus, fühlen sich aber fettig an – so, als würde man ein Schaf streicheln. Hm …
Ich frage mich, ob der Saponingehalt des Efeus wohl jahreszeitlich schwankt. Unlogisch fände ich das nicht.

Mit Roggenmehl soll man sich die Haare ebenfalls waschen können. Bevor ich das ausprobiere, will ich aber noch einen Versuch mit Asche machen – schließlich habe ich auch mit der schon Wäsche gewaschen.

Warum ich das alles überhaupt tue?
Ich habe lange Jahre mit teuren Spezialshampoos (und, wenn es denn sein musste, Cortisoncreme) herumjongliert, um eine Art Schuppenflechte in Schach zu halten. Wenn ich meine Haare nicht ganz regelmäßig gewaschen habe, ist die Haut schuppig geworden, verschorft und hat höllisch gejuckt.
Seit ich auf Bio-Shampoo umgestiegen bin, ist es schon sehr viel besser geworden, aber ich denke, da geht noch was …

Und bisher scheinen die Ergebnisse mir recht zu geben: Mit dem Zustand meiner Haare bin ich zwar … nun ja … nicht ganz so d’accord, aber meiner Kopfhaut geht’s prima!

Also siebe ich einige Esslöffel Asche durch und rühre sie mit etwas Wasser zu einem Brei an (mit Roggenmehl soll man das so machen, warum also nicht auch mit Asche?), den ich auf meinem Kopf verteile und leicht einmassiere. Schon beim Ausspülen habe ich das seltsame Gefühl, dass sich eine Art Rastalocken bildet, denke mir aber noch nichts weiter dabei. Trocken wirken meine Haare, als hätte ich Lehm hineingeknetet. Und ungefähr so gut lassen sie sich auch kämmen. Meine schöne Bio-Bürste streicht nur sanft über diese „Haarmasse“ und so zücke ich die konventionelle Kunststoff-Skelettbürste für Notfälle. Mit viel Geduld gelingt es mir, meine Haare zu entwirren, aber sowie ich sie in eine Richtung kämmen will, um sie zum Beispiel zu einem Zopf zu flechten, pappen sie wieder zusammen. Ascheflöckchen rieseln herab.

Mit den Haaren selbst scheint alles in Ordnung zu sein und auch die Kopfhaut hat das Experiment ohne Irritation überstanden, aber das Knetgummi-Feeling nervt dermaßen, dass nicht nur Shampoo, sondern auch Conditioner zum Einsatz kommen.
Woraufhin prompt die Juckerei wieder losgeht …

Also alles nochmal auf Anfang!
Aber es ist tatsächlich ein Anfang gemacht: Ganz offensichtlich ist bei der Pflege meiner Haare weniger mehr. Bleibt nur noch die Kleinigkeit mit dem Teufel und dem Detail zu lösen …

Iris

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3 Gedanken zu “Poo! Puh …

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