Kürbisbrot mit Frischkäse

Da Sauerteig immer einen gewissen Vorlauf benötigt, backen wir, wenn’s mal flott gehen soll, Hefebrot. So recht zufrieden war ich damit allerdings nie – ich fand es irgendwie pröffig
Dass man durchgedrückte Pellkartoffeln zum Teig geben kann, wodurch das Brot unter anderem länger frisch bleibt, wusste ich bereits. Ob das mit Kürbis wohl auch funktionieren würde? Tut es! Das Brot wird sehr viel lockerer, hält sich und hat, finde ich, eine sehr schöne Farbe.

Und so geht’s:

200 g gekochten und pürierten Kürbis (oder Kürbispaste)
500 g Dinkelmehl
1 TL Salz
1 Tütchen Hefe
mischen.
Dann sehr langsam Wasser zugeben und kneten bis der Teig einen Kloß bildet, der sich von der Schüssel ablöst. In eine geölte Kastenform geben und gehen lassen, bis der Teig sich leicht über den Rand der Form erhebt.
Bei knapp 200° ca. 35 bis 40 Minuten backen bis sich eine Kruste bildet. Das Brot ist fertig, wenn es sich leicht aus der Form stürzen lässt und sich, wenn man auf seinen Boden klopft, hohl anhört.

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Meine Experimente in Sachen vegane Brotaufstriche waren, wenn es denn in Richtung „Quark / Frischkäse“ gehen sollte … sagen wir … auch noch optimierungsfähig. Hier hat Marktfrau Jenny mir kürzlich mit einem Tip auf die Sprünge geholfen hat: Quark aus Sojamilch.

Wenn man Sojamilch mit etwas Zitronensaft (ich hab es mit 2 Teelöffeln Saft auf einen Viertelliter Milch probiert) aufkocht, gerinnt sie. Sie „schlackert“ wie der Rheinländer sagen würde. Durch ein Abseihtuch gedrückt entsteht tatsächlich etwas, das sehr viel mehr Ähnlichkeit mit Quark hat, als alles, was ich bisher produziert hatte. Mir ist er eher trocken geraten, aber dem kann man mit etwas Öl abhelfen. Sehr viel feiner allerdings ist Cashewsahne. Dafür 1 Teil Cashewnüsse im Standmixer fein mahlen und nach und nach 3 Teile Wasser zugeben. Unter beständigem Rühren (am besten mit einem Pfannenspecht, da die Sahne schnell am Topfboden anpappt) aufkochen. Beim Abkühlen entsteht ein Creme, die in etwa die Konsistenz von Mayonnaise hat.
Portionsweise unter den Quark rühren bis dieser cremig wird. Aber Obacht: die Sahne schmeckt leicht süßlich – nimmt man zu viel davon, erinnert das Ergebnis nicht mehr wirklich an ein Sauermilcherzeugnis …
Da frische Kräuter derzeit Mangelware sind, habe ich das Ganze mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und Kräutern der Provence abgeschmeckt und mich anschließend sehr an eine Frischkäsezubereitung mit französischem Namen erinnert gefühlt, die ich früher gerne gegessen habe …

Iris

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2 Gedanken zu “Kürbisbrot mit Frischkäse

  1. Oh, das Brot gefällt mir! Das wird definitiv nachgebacken, wobei ich schon auch mal Lust hätte auf ein richtig gereiftes Sauerteig Brot..Toll, was du aus dem Quark gezaubert hast. Ja, pur ist das ganze etwas trocken aber als flotte Grundmasse ist das ganze echt top. Auch vom Preis her. So ein frisch gebackenes, duftendes Brot mit Quark wäre jetzt echt super…
    Wirklich fein Iris. 🙂
    Hungrige Grüße, Jenny

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