kalte Salatsuppe

„Wann ist es im Garten am gefährlichsten?
Wenn der Salat schießt!“

… ist ein Witz, den ich in meiner Kindheit gehört habe, aber ich musste erst herkommen, um ihn auch zu verstehen …

Die Salatsorten, die wir auf dem Hof anbauen, sind keine Hybride, sondern noch in der Lage, sich zu vermehren: Die wollen irgendwann blühen!


Ein solcher Salat, wenn er nicht rechtzeitig geerntet wurde, konzentriert sich um seine Mitte. Da schmiegen sich die Blätter plötzlich ganz dicht aneinander.

Kurz darauf drücken sie sich nach oben und hastdunichtgesehen ist die Pflanze schon einen Meter hoch!
Immerhin schießt er nur in die Höhe und nicht auf saumselige GärtnerInnen …

Wenn sich das andeutet, lautet die Devise „Leute, esst Salat“ und es gibt ihn in allen Varianten, die mir einfallen: Mit Vinaigrette, mit Mandeldressing, mit Senf und Honig, mit Öl und Zitrone …
Trotzdem kommt er einem nach einer Weile aus den Ohren raus und so bin ich ganz entzückt, als ich ein Rezept für französische Salatsuppe finde!
Allerdings haben wir den Porree, der da ebenfalls mit reingehört, gerade erst gesetzt und frischer Dill ist auch grad nicht da. Ich muss also Zutaten ersetzen. Vom Salat abgesehen eigentlich alle …

Nach einigem Herumprobieren lande ich anstatt der französischen bei einer asiatischen Variante.

Salat
frischer Ingwer
frische thailändische Chili
rohe Gemüsebrühe
Kokosöl
Kokosmilch
Zitronensaft
Agavensirup
Tomaten
junge Oignons doux oder Frühlingszwiebeln

Ingwer in feine Scheiben schneiden und zusammen mit der Chili mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen (frische Thai-Chilies sind sehr scharf – im Zweifel lieber mit kleinen Mengen beginnen!).
Den Salat putzen und in kleine Stücke schneiden. Im Kokosöl kurz anbraten und dann in der Gemüsebrühe und dem abgegossenen Ingwersud gar kochen (bis die Blattstiele nicht mehr schnurpsen).
Abkühlen lassen.
Die Kokosmilch zugeben und die Suppe mit Zitronensaft und Agavensirup ungefähr im Verhältnis 1:1 abschmecken (hier ist vermutlich auch Palmzucker fein!).
Tomaten und Zwiebeln fein würfeln und vor dem Servieren roh in die Suppe geben.

Sollte die sommerliche Hitze unverhofft von einem cevenolen Wettereinbruch beendet werden, kann man die Suppe natürlich auch heiß essen!

Iris

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