grüne Bohnensuppe

„La transfo“, „la transformation“; die Verarbeitung von Früchten oder Gemüse ist immer ein wenig heikel …
Einerseits wird angesichts diverser Gemüseschwemmen jede Hand gebraucht und die meisten unserer VolontärInnen interessieren sich durchaus für das Haltbarmachen von Lebensmitteln, andererseits ist hierzu neben Sorgfalt auch Erfahrung vonnöten und letztere kommt nur mit dem Tun.
Die Fehlerquellen sind Legion: Meine bisherige Bestleistung bestand darin, angeregt mit der Enkelin plaudernd, die für das Abendessen bestimmten Zucchini püriert zum Hundefutter zu geben. Bevor ich Gelegenheit hatte, die ausgemusterten Exemplare für das Ratatouille zu würfeln, hat die junge Dame mich glücklicherweise auf meinen Fehler aufmerksam gemacht.
Bei der Verarbeitung von Zwiebeln gilt „keine trockenen Häute und vor allem keine Strünke!“. Unkompliziert eigentlich, aber wie schnell hat man im Eifer des Gefechtes die Strünke in die falsche Schüssel geworfen. Da – zumindest für Suppe und Gemüse – die Zwiebeln in Paellapfannen angebraten werden, ist das kein großes Problem: Wenn ich für jeden Strunk, den ich dabei wieder herausfische, einen Euro bekäme, wäre ich reich …
Bei den grünen Bohnen nun geht es im wahrsten Sinne des Wortes ans Eingemachte: Eigentlich muss man sie mal selber probiert haben, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wann die Fäden wirklich gründlich genug entfernt worden sind. Es braucht – ganz ähnlich wie bei Spargel – ein bißchen Übung, bis es keine bösen Überraschungen mehr gibt.
Empfindlichen Menschen kann der Faden an der Bohne das Essen ebenso vergällen, wie die Gräte im Fischfilet.
Was aber tun, wenn eine Charge Bohnen „fädig“ ist?

„Pürieren!“ hab ich mir gedacht …
Normalerweise würde ich für eine Suppe jederzeit die Kartoffeln pürieren und die Bohnen ganz lassen, aber es geht auch umgekehrt.

grüne Bohnen
Bohnenkraut
Natron
Gemüsebrühe
Kartoffeln
Olivenöl
„Speckwürfel“
Pfeffer, Salz
Sojasahne

Die grünen Bohnen mit Bohnenkraut und einer Messerspitze Natron in der Gemüsebrühe gar kochen. Anschließend im Standmixer pürieren.
Die Kartoffeln fein würfeln und im Olivenöl ausbraten bis sie zu bräunen beginnen.
Mit den „Speckwürfeln“ zu den Bohnen geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gegebenenfalls weitere Gemüsebrühe zugeben bis die Suppe die gewünschte Konsistenz hat. Mit einem Schuß Sojasahne verfeinern.
Ein Versuch mit frischer Minze steht noch aus, aber ich möchte wetten, dass das gut passt“!

Iris

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