Spielereien mit Kichererbsen und mediterranem Gemüse …

… oder wie Köchinnen zu ihrem Kampfnamen kommen.

Gerade befinden wir uns in der Phase der Gartensaison, in der man nicht mehr jeder Tomate (Zucchini, Paprika) einen eigenen Namen zu geben geneigt ist, sie aber auch noch nicht in solchen Mengen reifen, daß man sie trocknen oder einkochen müsste.
„Die müssen allmählich mal weg!“-Zeit. Spielzeit für Köchinnen …

IMG_19695-webEigentlich wollte ich nur eine Art Gazpacho (halt nur nicht in Suppenform) als relish-ähnliche Beilage zu Bratlingen machen.
Das Ergebnis war denn auch durchaus zur Zufriedenheit, allein es blieb ein Rest …
Was ich prinzipiell in Ordnung finde: Wenn nichts übrig bleibt, sind womöglich nicht alle satt geworden …
Wenn etwas übrig bleibt, bin ich sehr dafür, es weiter zu verwenden – und denke mir, dass das erfrischende, aber auch ziemlich geschmacksintensive Ergebnis meiner Bemühungen mit einer Handvoll Kichererbsen einen leckeren Salat abgeben müsste.

IMG_19697-webDie Kichererbsen ihrerseits erinnern mich an meine Experimente mit veganen Brotaufstrichen … wenn man nun also die Kichererbsen pürieren würde …
Leicht berauscht von meiner eigenen Kreativität und weil ich sowieso gerade in der Küche bin, beschließe ich, alles gleichzeitig zuzubereiten. Wenn ich eh gerade dabei bin, macht das ja so quasi gar keine Arbeit …
Das passiert mir … ähem … ab und zu mal, daß ich den Arbeitsaufwand meiner Experimente geringfügig unterschätze. Vielleicht ist das auch ganz gut so: Wenn mir jedes Mal so richtig klar wäre, daß ich dann mal wieder den halben Tag in der Küche stehe, ich würde womöglich gar nicht erst anfangen …
So ist einfach nur das Essen ein (mehr oder weniger großes) Weilchen später fertig.
Wirklich oft passiert mir das mittlerweile nicht mehr, aber es hat mir gleichwohl zu meinem ersten Küchen-Kampfnamen verholfen: No Tei Ming
Diesen Namen habe ich bereits getragen, als ich die Hofküche „übernommen“ habe und vermutlich verdanke ich es eben diesem Umstand, nämlich nun regelmäßig für eine ganze Gruppe von Menschen zu kochen, die (vor allem, wenn es sich um ihre Mittagspause handelt) gerne pünktlich essen möchten, dass ich ihn nur noch selten höre: Ich habe unterdessen erheblich an Routine gewonnen.
Die kleine Schwäche, die mir hier kürzlich meinen zweiten Namen eingebracht hat, ist – weil viel unauffälliger – lange unbemerkt geblieben:
Ich tue mich ungeheuer schwer damit, Volumina zu schätzen.
Obwohl wir über ein paar ziemlich große Töpfe verfügen, passiert es mir regelmäßig, daß ich mehr Gemüse aus dem Garten hole, als hineinpasst. Bei Gefrierdosen ist es seltsamerweise umgekehrt, da habe ich immer Neigung, solche zu nehmen, die dann nur halb voll sind.
Der Name, der mir daraufhin verliehen wurde?
No Pei Lung.

„Gazpacho“ Salat

Zucchini
Paprika
Gurke
Tomaten
Oignons doux oder Frühlingszwiebeln
Knoblauch
Kräuter der Provence
Zitronensaft
Olivenöl
Weißweinessig
Pfeffer
Salz

Das Gemüse in Würfel (ca. 0,5 cm Kantenlänge) schneiden.
Das Würfeln der Tomaten ist bei den unseren vermutlich etwas einfacher: Es handelt sich nicht nur um alte Sorten, sie bekommen auch vergleichsweise wenig Wasser und neigen daher nicht zum „Matschen“ …
Den Knoblauch fein hacken.
Die Zucchiniwürfel in reichlich Olivenöl anbraten (nötig ist das nicht, aber ich mag nicht so gerne rohe Zucchini), mit Salz, Pfeffer und Kräutern der Provence abschmecken. Zum Schluß einen Schuß Zitronensaft in die Pfanne geben.
Alles mischen und einige Minuten ziehen lassen.
Schmeckt gut als Beilage zu Gebratenem und verwandelt sich mit einer Portion gegarter Kichererbsen in einen durchaus feinen Salat.

Für einen Brotaufstrich werden die Kichererbsen mit dem Wasser, welches der Salat nach ein paar Minuten zieht und 1-2 TL Tahin püriert.
Olivenöl und ggf. einen Teil des Salates zugeben, bis eine geschmeidige Masse entsteht. Mit edelsüßem Paprika abschmecken.
Den Rest des Salates unterheben.

Iris

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