Das Wildgarten-Experiment II

Was wird passieren, wenn Gemüse-Samen und -Jungpflanzen ohne Bewässerung klarkommen sollen? Nicht viel? Von wegen.

Die offensichtlichen Gewinner der ersten Runde im Wildgarten-Experiment sind Erbsen und Zuckerschoten: Ihre Samen sind gekeimt, die Pflanzen haben – zugegeben – einzelne Früchte produziert, die inzwischen ganz beispielhaft noch in ihren trocknen Schoten hängen und die eigentlichen Hoffnungsträger für die nächste Saison sind. Wir wollen und werden sehen, ob sie im Laufe des Herbstes keimen werden. Sollte dies gelingen, dürften ihre Chancen gar nicht schlecht sein, im nächsten Jahr bereits besser zu gedeihen.

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Erntereif und fast in brauchbarer Küchengröße gibt es einige Kohlrabi, auch ihre Chancen scheinen nicht schlecht. Ziemlich überraschend haben es sogar ein paar Salatpflänzchen geschafft, ohne Wässerung weiterzuwachsen. Sie schießen und werden ihre Samen reichlich verteilen. Und dann sahen wir noch, wie ein Radieschen aussieht, wenn man ihm mal reichlich Zeit zum Monstern lässt.

IMG_19772-webDas war alles? Nun, sagen wir mal so: Auch des Gärtners Gang wird weit vorsichtiger. Mit ungewohnter Sorgfalt werden die Schritte gewählt und wir haben sicherlich nur einen winzigen Teil unseres künftigen Wildgemüses überhaupt gesehen. Niemand hatte damit gerechnet, dass es hier in diesem Jahr etwas zu ernten geben könnte und wenn der Gedanke brauchbar ist, dass Pflanzensamen, die sich unter widrigen Bedingungen dennoch entwickeln konnten in vergleichbaren Bedingungen künftig durchsetzungsstärker sein dürften, dann ist das Wichtigste im Moment, möglichst wenig zu stören.

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A propos stören: Es gibt auf dem Hof unzählige Insekten zu beobachten. Im Wildgarten waren es nach meinem Eindruck eher weniger als anderenorts. Es mag Einbildung sein, aber meine Annäherung mit dem Fotoapparat war ungewöhnlich einfach, gerade so, als seien die Tierchen in diesem selten besuchten Grundstück tiefenentspannt und ohne jede Sorge, dass da eine Bedrohung sein könnte.

Und noch eins: Mit Freude sah ich, dass die
Zahl und Vielfalt der Wildblumen schon jetzt ganz beachtlich ist. Unübersehbar war allerdings leider auch, dass die durch vorangegangene Bewässerungen von der pole position startenden Brombeeren wohl noch weitere Male Bekanntschaft mit dem Freischneider machen sollten …                                                                                                            To be continued.

Bernd

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2 Gedanken zu “Das Wildgarten-Experiment II

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