Welcome, Major!

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Major zieht bei uns ein, um Victor und Freya die Arbeit abzunehmen, die nun ihren wohlverdienten Ruhestand antreten sollen.
Er ist ein Patou, wie die beiden auch, ein Pyrenäenberghund, dessen Aufgabe es sein wird, den Hof und seine Bewohner – insbesondere die Weidetiere – zu beschützen.
Die Neigung dazu bringt er rassebedingt mit und er hat seine ersten dreizehn Lebenswochen zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern unter Schafen und Ziegen verbracht. Trotzdem ist er natürlich noch ein Kind und hat noch eine Menge zu lernen.
Den Zeitpunkt, den Nachwuchs von den erfahrenen Hunden lernen zu lassen, haben wir zumindest in gewisser Hinsicht leider verpasst: Gelassenheit und Freundlichkeit kann und wird der kleine Major sich von Victor und Freya abschauen, was jedoch das tatsächliche Beschützen angeht, haben die beiden alten Herrschaften (völlig zu recht!) Neigung entwickelt, nur noch die bedeutendsten Störungen hinreichend gravierend zu finden, sich tatsächlich zu erheben und sich darum zu kümmern.

Was mich vor eine ganz neue Herausforderung stellt: Mit der Erziehung von Familienhunden kenne ich mich aus und ich habe mit Ice und Igor ja auch Erfahrung damit sammeln dürfen, wie man Herdenschutzhunde zu Familienhunden erzieht.
Genau das ist jetzt aber nicht gewollt!
Die traditionellen, eher *räusper* rustikalen Methoden der Ausbildung, von denen ich mir erzählen lasse, möchte ich nicht anwenden, da bin ich mir ganz sicher. Auf die Frage aber, wie es anders gehen kann, ohne dass am Ende womöglich doch ein Familienhund dabei herauskommt, habe ich bisher nicht recht eine Antwort gefunden.
Der Züchter rät uns (sehr zu meiner Freude), Major genau so zu sozialisieren, wie man es auch bei anderen Welpen tut und ihn ansonsten bei den erwachsenen Hunden zu lassen. Die allerdings sind nachts unterwegs und zeigen auch tagsüber nur wenig Neigung, sich mit dem kleinen Kerl zu befassen.
Sei die Weide mit einem Elektrozaun gesichert, könne er auch bei den Schafen bleiben … unser Einwand, das würde dann vielleicht den Hund, aber ganz sicher nicht unsere Schafe am Ausbüxen hindern, löst einige Erheiterung aus.
Mit den Lämmern, die fuchs- und damit auch ausbruchsicher untergebracht sind, dürfe man Major noch nicht alleinlassen, lernen wir …dabei müssen unsere Zwergschafe ihm doch allesamt wie Lämmer vorkommen …

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Die ersten Besuche der „Kinderstation“, in die wir einige Schafe gebracht haben, damit er diese unter kontrollierten Bedingungen kennenlernen kann, verlaufen dann aber erfreulich unspektakulär: Im ersten Anlauf verspeist Major, von den Schafen mit einer Mischung aus Mißtrauen und Neugier beäugt, eine reichliche Menge Schafsköttel, ansonsten passiert gar nichts.
IMG_16243-webBeim zweiten Mal gibt es die ersten Kontaktaufnahmen: Die Mutter des jüngsten Lammes ist not amused, als er sich diesem nähert und verpasst ihm eine Kopfnuss … danach nimmt er erst einmal hinter mir Deckung. Insgesamt sind es eher die Schafe (genau genommen die Böcke, selbst der kleine Lammbock macht mit) die die Initiative ergreifen und Major reagiert mit klaren Beschwichtigungsgesten. Wie aus dem Lehrbuch also!

Auch den anderen Hunden gegenüber, die er im Laufe des Tages alle kennen lernt, benimmt er sich vorbildlich.
Wir freuen uns sehr über diesen guten Start!

Iris

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6 Gedanken zu “Welcome, Major!

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