Gemüse konservieren

Wer beim Gemüseanbau eine glückliche Hand hat, braucht mitunter viele Ideen, wie er den Erntesegen denn nun verarbeiten will. Hinzu kommen, wenn man saisonal einkauft, Entzugserscheinungen bei besonders geschätzten Gemüsesorten, welche im Winter nicht verfügbar sind.
Nicht alles lässt sich gut einfrieren – und selbst wenn, würde die benötigte Menge an Gefriertruhen nicht recht zum ökologischen Wirtschaften passen wollen.

Eingekochte Bohnen kannte ich natürlich auch vorher schon – allerdings hatte ich sie bisher höchstens mal gekauft. Das gleiche galt für süßsauer Eingelegtes.
Mit letzterem haben wir in der letzten Zeit reichlich herumexperimentiert: Wir haben nicht nur Gurken eingelegt, sondern auch Möhren, Kohlrabi und die cevenolen Oignons doux. Teils mit Senfkörnern, teils mit Bockshornklee, aber alles mit gutem Erfolg.
Lediglich die Radieschen, die nicht nur ihre Farbe, sondern auch den typischen Geschmack komplett verloren, waren eine herbe Enttäuschung.

Tomatenpaprika, den ich bis dahin überhaupt nur aus Gläsern gekannt hatte, haben wir im letzten Sommer versuchsweise einmal angebaut und mit etwas Knoblauch sowie einem Schuß mildem Essig eingekocht. Mit dem Ergebnis sind wir ganz außerordentlich zufrieden – zumal die Methode sich auch auf andere Paprikasorten anwenden läßt.

Mein Versuch, Paprikaschoten zu grillen (um die Haut abziehen zu können) und sie dann in Olivenöl mit einem Schuß Zitronensaft einzulegen wie man das auch für Antipasti tut, endete – nun ja – überraschend.
In Olivenöl setzen sich bei Kälte weiße Flöckchen ab, das ist normal und schadet nicht. Ich habe mein Probeglas also nahe dem Küchenofen wieder aufgewärmt. Dass der Inhalt sozusagen moussierte, fand ich erstaunlich, habe mir aber keine weiteren Gedanken darüber gemacht. Beim Öffnen des Glases passierte, was auch bei moussierenden Getränken gerne zu passieren pflegt und so ergoß sich ein wohltemperierter Olivenölgeysir über meine Hände, was unter dem Aspekt der Hautpflege sicher eine gute Sache war. Der Natursteinboden unserer Küche weiß es ebenfalls zu schätzen, wenn man ihn gelegentlich einölt, hätte jedoch – ähnlich wie meine Hände – auf Paprikaaroma durchaus verzichten können.
Die Paprikaschoten sahen ganz normal aus und rochen auch absolut unverdächtig, also habe ich ein Stück probiert. Abruptes Ende des Experimentes und Nachspülen mit reichlich Mineralwasser …

Mit meinen Auberginen in Öl hatte ich dafür mehr Glück, die schmecken ganz wunderbar (siehe Rezepte).

IMG_8579-webAuch das Trocknen von Gemüse funktioniert bei etlichen Sorten sehr gut:
In unserem Falle werden Zucchini und Auberginen in hauchdünne Scheiben geschnitten und auf Trockengestellen ausgebreitet. In der Sonne trocknen sie innerhalb von ein bis zwei Tagen.

Verwenden kann man sie zum Beispiel, indem man sie zusammen mit Reis kocht und zu einer Reispfanne (siehe Rezepte) weiterverarbeitet.

Iris

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